Oliv Architekten

Nachhaltigkeit und ESG in den Architekturen von Oliv

Wir denken die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit in unseren Revitalisierungen, Neubauten und Quartiersentwicklungen mit.

Der EU Green Deal und die notwendige Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 bzw. 2 Grad muss ein Ausgangspunkt für die Gestaltung zeitgemäßer Architektur sein. Durch die Tatsache, dass Gebäude durch Betrieb, Bauprozess und Baumaterialien ca. 40% der weltweiten Emissionen verursachen, tragen Architekten, Entwickler und Eigentümer eine besondere Verantwortung. Die EU-Regulierung der Kapitalströme nach E (Environmental) S (Social) G (Governance) - Kriterien ab 2022 und die damit verbundene Offenlegungsverordnung (SFDR) wird die vom Kapitalmarkt abhängige Wirtschaft beeinflussen. Ein neues Gebäude oder Bestandsgebäude, welches in einen ESG-konformen Artikel 8 oder Artikel 9 Fonds eingebracht wird, wird Nachhaltigkeitskriterien erfüllen müssen. Ein vom Kapitalmarkt abhängiger gewerblicher Mieter wird bei der Auswahl seiner Büroflächen auf die belegbare Einhaltung von Nachhaltigkeitszielen achten und bestehen.

Als Architekten legen wir schon am Beginn des Entwurfsprozess die Nachhaltigkeitsziele fest und konzipieren damit eine ganzheitliche Architektur. Unser zentraler Punkt ist der möglichst lange Lebenszyklus eines Gebäudes, welcher ausschlaggebend für die finale Ökobilanzierung ist. Sowohl das Erscheinungsbild, Wohlbefinden der Nutzer als auch flexible Nutzungsmöglichkeiten, Materialreinheit und ein minimierter Verbrauch von erneuerbaren Energien im Betrieb sind heute die Kenngrößen für einen erfolgreichen Entwurf. Anerkannter Zertifizierungssysteme, z.B. DGNB, BREEAM und Initiativen wie WELL Building und C2C (Cradle to Cradle) mit einem elektronischem Materialpass werden von Anfang an mitgedacht. Die Analyse des CO2 Fußabdrucks der Baumasse durch Plugins im Building Information Modeling (BIM) wird in allen Projektphasen zum Standard um Dekarbonisierungsziele zu steuern und anzupassen. Wir greifen für die Analyse auf EPDs für nachhaltige Produkte in Materialdatenbanken zurück. Die Reduzierung des Verbrauchs durch passives Design und die Messbarkeit des Verbrauchs im Betrieb durch Smart Metering sind ebenso Bausteine für die Zukunftsfähigkeit einer Architektur.

Wir haben 20 Jahre Erfahrung in der Revitalisierung von Gebäuden. Deswegen liegt unser Augenmerk besonders auf Bestandsgebäuden verschiedener Typologien und Baujahre. Revitalisierung ist die ressourcenschonendste Art des Bauens, da die eingebetteten Emissionen, auch als graue Energie bekannt, Teil der Ökobilanz sind. Um den Gebäudebestand im Betrieb auf die Konformität zu den Klimazielen zu bewerten, empfehlen wir Bestandshaltern das CRREM-Tool, den Carbon Risk Real Estate Monitor. Wir unterscheiden zwischen Gebäuden die erfolgreich nach den geltenden Richtlinien dem Klimapfad folgen und somit zukunftsfähig sind und sogenannten Stranded Assets. Bei diesen „gestrandeten“ Gebäuden besteht bezüglich des CO2 Fußabdrucks im Verbrauch dringender Handlungsbedarf um als zeitgemäße Architektur zu bestehen. Circular Economy und intelligentes Recycling von vorhandenen Materialien bietet sich besonders bei der Umstrukturierung bestehender Substanz an. Eine ganzheitliche Revitalisierung im Erscheinungsbild, in der Nutzung und beim Energiekonzept wird im Vergleich zum Neubau die bessere Ökobilanz und die bessere Impact Rendite erzielen.

Wir leisten mit unseren Architekturen Pionierarbeit bezüglich ganzheitlicher Nachhaltigkeitsziele. Die Einsparung von CO2 durch Baumaterialien und Gestaltung gilt für uns als Grundvoraussetzung der Konzeption. In der Elsenheimerstraße in München realisieren wir derzeit das nachhaltigste Bürogebäude der Region in Holzhybridbauweise mit ca. 15.000 m² BGF. Die DGNB Platin Zertifizierung ist angestrebt. In München-Neuperlach revitalisieren wir eine ehemalige Konzernzentrale mit ca. 40.000 m² BGF zum neuen Vorzeigeprojekt „Aer“. Das erste Projekt in Deutschland bei welchem verschiedene Holzbauweisen im Bestand in großem Maßstab eingesetzt werden. Durch Erhalt des Gebäudes werden ca. 13.000.000 kg grauer Energie im Kreislauf gehalten und schlagen sich positiv auf die Ökobilanz des Bauvorhabens nieder.